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SCHATTEN (Elfriede Jelinek) - 

Kampnagel, Hamburg

»Fern alle Lichtbilder in allen Apparaten, fern die Klicks, die Speicherchips, alle Hits, alle Links, fern alles. Ich Schatten, wie schön habe ich es, nichts mehr, da ist nichts mehr.«

Elfriede Jelinek - SCHATTEN (Eurydike sagt)

Vom Recht auf Schweigen. SCHATTEN (Eurydike sagt) blickt auf den Orpheus-Mythos durch die Augen der traumatisierten Eurydike. Die Inszenierung beginnt dort wo ihr alltägliches Leben endet - mit der Erfahrung von sexueller Gewalt. Im Niemandsland zwischen verlorener Normalität und dem Über-Leben nach dem Trauma geht es um das verhallende Echo des Vertrauens ins eigene Urteilsvermögen. Über die unterschiedlichen Körper auf der Bühne thematisieren sich Optionen des Rückzuges. Gewaltsam aus Ihrem Leben gezwungen begeben sich die traumatisierten Figuren in einen sprachlosen Diskurs, in die Isolation unter Isolierten, in eine Welt voller Schatten. In steter Auseinandersetzung mit ihrem Trauma, ihrer Weiblichkeit und den Konsequenzen des Erlebten. Bis hin zum (Nicht-)Ort an den niemand folgen kann.

Die Geschichte, die sich sowohl auf inhaltlicher als auch theatraler Ebene dem gesprochenem Wort entzieht, gibt Opfern das Recht auf Verweigerung einer Aussage zurück und befasst sich stattdessen damit, was es bedeutet, ein Trauma ausschließlich mit sich selbst zu verhandeln.

»Denn wenn sie mit Fleischermessern durch eure Schlafzimmer geht, werdet ihr die Wahrheit wissen.« Heiner Müller - hamletmaschine

Regie/Choreografie: Helena Bennett
Bühne: Naomi Sam 
Kostüme: Coline Meret Lola Jud 
Licht/Technik: Max Bäßler 
Dramaturgie: Marvin L. T. Müller 
Regieassistenz: Alice Sawadski, Tim Frahm 
Bühnenassistenz: Julia Koch, Martha Szymkowiak 
Kostümassistenz: Lara Türkcü, Maja Beyer, Cynthia Krüger, Katrin Unger 
Es spielen: Lorenz Baumgarten, Verena Gerjets, Martin Györffy, Kora Hamm, Elias Handler, Leon Hoge, Sophie Riva, Eteri Margoschvilli, Kristina Nadj, Arikia Orbán, Gesa Penthin, Charlotte Pfingsten, Roxana Safarabadi, Yasmin Saleh 
Video: Lion Frenster 
Aufführungsreche: Rowohlt Theaterverlag

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